Chronik
© Wuppertaler Akkordeon-Orchester e.V. 2017
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Der Werdegang des Wuppertaler Akkordeon-Orchesters

Die Anfänge während des zweiten Weltkrieges

Die Anfänge des Wuppertaler Akkordeon-Orchesters reichen bis in das Jahr 1939 zurück. Damals bildete sich eine Interessengemeinschaft, die sich hauptsächlich aus jungen, teilweise noch schulpflichtigen Menschen zusammensetzte und aus Freude an der Musik mit dem Akkordeon musizierte. Die Leitung dieser Gruppe übernahm Fritz Bildhäuser. Bald jedoch ging der Kreis wieder auseinander. Am 15. Januar 1940 aber gründete ein Teil der weiterhin interessierten Akkordeon-Liebhaber das Wuppertaler Akkordeon-Orchester. Die musikalische Leitung übernahm Fritz Köhler, den Vorsitz Franz Hempel. Bald kamen weitere Spieler hinzu. Im selben Jahr noch gab das Wuppertaler Akkordeon-Orchester Konzerte in Wuppertal, Bochum und Essen. Das Orchester hatte infolge des gerade begonnenen Krieges einen schweren Start. Die Beschaffung geeigneter Noten war kaum möglich, man musste auf Solostücke oder Bearbeitungen für Akkordeon zurückgreifen. An ein polyphones Spiel mit mehreren Stimmen, wie es heute üblich ist, war also damals nicht zu denken. Auch die Besetzung des Orchesters entsprach nicht der heutigen Auffassung, es wurden neben dem Akkordeon auch Geigen und Gitarren eingesetzt. Aber man brauchte jeden Spieler, zumal an einen kontinuierlichen Aufbau des Orchesters durch zahlreiche Einberufungen zur Wehrmacht nicht zu denken war. Natürlich waren davon nicht nur die Spieler, sondern auch die Dirigenten betroffen, von denen in den unvollständig erhalten gebliebenen Unterlagen nur noch Gustav Eichmann und Artur Kirchner genannt sind. Die Kriegslage wurde immer bedrohlicher, und nach dem verheerenden Bombenangriff auf Elberfeld in der Nacht vom 25. auf den 26. Juni 1943 drohte das Orchester auseinanderzufallen. Männer wie Artur Kämper, Walter Wieß und Gustav Enskat hielten jedoch mit eisernem Willen den Verein zusammen, so dass trotz aller Widrigkeiten weiter musiziert wurde. Im November 1943 übernahm Karl Störmer die musikalische Leitung. Unter seinem Dirigat waren 1944 noch Konzerte möglich, so beispielsweise im großen Saal der Zoo-Gaststätten und im Kursaal von Bad Neuenahr anlässlich einer Vereinsfahrt. Ende Januar 1945 schließlich kam die Orchestertätigkeit bis zum Kriegsende am 8. Mai 1945 völlig zum Erliegen.
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